Thursday, October 26, 2006

...und am anfang war phnom penh


phnom penh hat sich nach ankunft am oertlichen flughafen als sehr moskitohaltig dargestellt. geschaetzte 1 million fliegende zeitgenossen pro quadratmeter sprechen da schon eine klare sprache. jedenfalls uebrkommt einen unter solchen umstaenden schon ein leiser anflug an aerger, vor allem auf basis des hintergrundes schon einen kompletten arbeitstag hinter sich gebracht zu haben und unter beruecksichtigung der abartig hitzeartigen zustaende. nichts desto trotz laesst man die visaangelegenheiten ganz entspannt ueber sich ergehen und taucht dann, auf einem tuk tuk sitzend in das naechtliche und von staub gepraegte treiben der kambodschanischen hauptstadt ein.

vorbei an im dreck spielenden kindern, bettlern, huetten, umzaeunten villen, mopeds und dicken mercedes. den laerm im hinterkopf und den wind in den haaren. marlboro rauchend und gedankenverloren kommt man dann im hostel an, wirft seine sachen aufs bett und entscheidet sich im selben moment noch dem naechtlichen treiben hingebungsvoll zu folgen. also raus auf die strasse, ein fahrer ist ohnehin immer zur hand und die augen aufs ziel - "the heart of darkness" wurde uns als lokation vorgeschlagen - semantisch zwar durchaus ansprechend, aber dennoch nicht der reisenden erste wahl. also zuerst mal ein bisschen durch die spaerlich bevoelkerten gassen wandern. vorbei an mit dicken und lauten englaendern bevoelkerten bars und auf der suche nach halbwegs entspannter umgebung wird man zum suchenden - diese ambitionen werden gezwungenermassen jedoch dementsprechend schnell ad acta gelegt und nach dem geringsten uebel gesucht....

...gefunden in der "shanghai" bar die mit ihren auf die strasse gerichteten korbsesseln sehr einladend aussieht und uns fast schon auf eine magnetische art und weise anzieht. man setzt sich, bestellt eine runde bier und faengt an sich umzusehen. irgendwie beginnt man sich nach kurzer zeit zu fragen, warum 30 mandelaeugige frauen 5 gaeste bedienen und muss mit grossem erstaunen feststellen, dass man in einem doch eher einschlaegigen etablissement gelandet ist. nachdem ein 1.80 grosser, alter, kahler englaender im vollrausch auf seiner maschine fast den bareingang zu bruch faehrt ist man sich der vollen tragweite der entscheidung bewusst, trinkt aus...bestellt aber in gespannter erwartung zukuenftiger ereignisse gleich nach. und wie es so klassisch zum stereotyp eines puffs passt, landen zwei durchaus ansehnliche maedels auf dem schoss des oben erwaehnten protagonisten. es bleibt einem nichts anderes als in staunen zu verfallen, besonders mit dem hintergrund, das seinem noch aelteren und fast schon als gebrechlich zu bezeichnenden freund das selbe schicksal widerfaehrt. in dem sinne ist eigentlich nur mehr zu erwaehnen, dass auch 3 menschen auf ein motorrad passen und beide betagte herren somit nicht alleine den heimweg gesucht haben.

unsereins hat sich darueber aber dementsprechend amuesiert und sich mit bier, zigaretten und netten unterhaltungen mit diversen servierdamen herrlich die zeit vertrieben. das man in so illustrer gesellschaft auch gerne mal mit chili versetzte getrocknete moskitos isst versteht sich dann ja fast schon von selbst. und um unserem fahrer, der netterweise schlafend im tuk tuk anzutreffen war auch noch ein bisschen rast und ruhe zu rauben, haben wir uns dann noch ins hostel transportieren lasse und sind in freudiger erwartung auf den naechsten tag muede und zufrieden in den schlaf gesunken.

...was danach geschah bleibt derzeit jedoch noch im verborgenen

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