Tuesday, April 19, 2005

thank god we got a new pope

leer fuellte ich mich in den letzten wochen- suchend und verwirrt verbrachte ich meine zeit. keine religioese stuetze, kein ideal an dem ich mich tag fuer tag messen kann. schlicht- kein religioeser fuehrer.

aber nun- hosanna in der hoehe- ich habe einen neuen. ein neues leitbild. frisch und jung (zumindest gewaehlt) und strotzend vor kontinuitaet. konservativ und fast schon konserviert sah ich ihn winken vom balkon der basilika zu rom. ein optisches feuerwerk.

ich fuelle mich frisch und erfuellt liebe leute. der papst der alles veraendern wird. der umsturz ist im kommen meine freunde. so lobet und preiset ihn den mann der frischen ideen...

amen

Friday, April 15, 2005

reality sucks

was man nicht alles aus magazinen lernen kann. unglaublich. gestern konnte man mich beispielsweise lesend und staunend, beziehungsweise liegend und vertieft in die mai ausgabe des I.D. magazins am campus auffinden. ueber die zeilen fliegend und die bilder verinnerlichend stiess ich auf eine sehr praezise definition des wortes expertise. und zwar...

epxertise = the claim that you already know everything you need to know

sehr treffend wie ich fand, einfach und unkompliziert darueber hinaus. szenenwechsel...

...u bahn 10 uhr 30 abends auf dem weg nach hause. ich, wieder vertieft in selbiges magazin werde durch ein lautes schreien aus meinem schon fast tranceartigen zustand aufgeschreckt. ein bettler bittet lauthals um geld- das passiert staendig in jeglichem oeffentlichen verkehrsmittel in new york. dieser junge mann hat durch ein feuer angeblich seine wohnung verloren. ich den blick wieder auf mein heft senkend, blaettere um und...eine werbung springt mir ins auge. und was sagt diese werbung?

REALITY SUCKS!

welch treffender zufall zwecks der bettlerbegegnung. ich kann mich nicht halten und muss lachen. ein mir gegenueberstehender alter man schuettelt verwirrt den kopf zwecks meines ausbruches. und ohne etwas zu sagen, oder zu erklaeren drehe ich das heft um. er beginnt zu laecheln und lacht dann mit mir.

zumindest habe ich ein laecheln in das gesicht eines alten mannes gezaubert. spaetnachts, muede, in der dunkelheit des u bahn systems in new york

gehabet euch wohl

markus

Wednesday, April 13, 2005

Einfach so

Einfach so...
...vor sich hinstarren, musik hoeren und dabei traeumen
...in den tag hineinleben und das ziel vor seinen augen verschwimmen sehen
...wie ein obdachloser in der penn station auf dem boden lungern und sich anstarren lassen
...das nachdenken einmal lassen und sein
...den stift ueber das papier gleiten und sich ueberraschen lassen von dem was dabei rauskommt
...halt.

markus

markus meets jack the dog

es war ein wundervoller tag. ein produktiver, sonniger, freundlicher und erfrischender tag. geld ist eingetroffen, arbeit wurde erledigt. ein tag also an dem man rund um zufrieden sein kann mit sich und der welt. was soll man da noch tun als sich vor die tuere stellen, sich die sonne ins gesicht strahlen zu lassen und eine zigarette zu rauchen? gesagt getan also- rein in die flip flops und rausgestapft. die ersten beiden zuege loesen sich flugs die wugs in rauch respektive luft auf. den kopf nach links bewegend nehme ich in nicht allzu weiter entfernung eine kleine dicke wackelnde gestalt wahr. bei naeherer betrachtung stellt der kundige biologe fest, dass es sich nur um eine bulldogge handeln kann die sich da den weg von der west end avenue in richtung hickl bahnt. fuer einen moment erschrocken obs der wuchtigkeit dieser erscheinung fasse ich mich und widme mich wieder vollkommen dem genuss meiner zigarette- mit geschlossenen augen. als ich sie wieder aufmache sehe ich genau diese bulldogge vor mir stehen. sie sieht mir genau in die augen- eigentlich starrt sie mich foermlich an. ich blinzle kurz auf die uhr- es ist 14.12, wende mich dann aber wieder vollkommen meinem gast zu, der mich bestaendig weiter anstarrt. so raucht und steht man und kann seinen blick nicht von dem eigentlich erschreckend haesslichen geschoepf abwenden. trotzdem fasse ich mir ein herz und teile dem hund freundlich mit er moege doch bitte wieder dorthin gehen, wo er hergekommen war. daraufhin legt dieser seinen kopf schief knurrt auf eine sehr liebenswerte weise, dreht sich um und geht- blick auf die uhr, es ist 14.15, der hund heisst jack und ich habe ihn lieb.

danke markus

Friday, April 08, 2005

gehirnzermuerbungen um 1 pm

1 pm. Sitzend verbringt man die mittagspause zwischen zwei kursen. Der warme wind streift einem durchs mittlerweile laenger gewachsene haar das nach aussage meiner amerikanischen mitstudenten sehr europaeisch gestylt ist- was auch immer das heissen mag. Der i pod beschallt mit desweilen mit musik- briskeby, this is propaganda dudelt in meinem ohr- welch treffender titel ob der mich umgebenden szenerie. Warum wird man sich fragen? Angebracht.

Na dann werde ich versuchen das so gut als moeglich zu beleuchten. Moeglicherweise kein allzu hoffnungsvolles bestreben angesichts der vollkommenen verwirrtheit meinerseits dieses thema betreffend. Man muss also damit leben koennen, es bei einem versuch zu belassen.

Studenten an dieser universitaet (montclair) und somit auch die grosse masse an anderen studenten in den usa- so nehme ich an- fuehren ein sehr sagen wir mal aussergewoehnliches leben. Es besteht, so wuerde ich es kategorisieren, aus einem drittel schlaf, einem drittel konsum (beinhaltend auch alkohol drogen und zigaretten) und dem rest, der irgendwo zwischen fernsehen und telefonieren herumpendelt. Und nicht zu vergessen, wenn auch zu vernachlaessigen- das studium, moeglicherweise eine weniger als 10% einnehmende aktivitaet. Es soll hier natuerlich auch festgehalten werden, dass wie immer ausnahmen die regel bestaetigen, auch wenn diese spezies bisweilen das gesicht von auslaendischen mitstudierenden einnimmt- das kann man jetzt deuten wie man will. Ich verstehe mich inmitten dessen als so etwas wie ein fixstern im universum der bildung- also kein bestimmter auftrag im allgemeinen aber immer am leuchten- in diesem fall am beleuchten- der szenerie (wie kryptisch). So fragt sich der werte verfasser oft und auch in diesem moment, wo dieses verhalten die oben genannten personen wohl hinfuehren wird. Die antwort ist simpler als die frage eigentlich. An die wall street, fuehrende positionen in grosskonzernen also und nicht zu vergessen die amerikanische regierung. An diesem punkt sei es mir erlaubt meinen kopf zu heben und einmal kurz tief durchzuatmen. Ich muss dabei einer fetten amerikanerin zusehen, wie sie chips in sich reinstopf- vorwiegend dazu um noch weniger in ihr enges dkny oberteil reinzupassen- wie auch immer. Wo war ich- genau. Also dorthin werden es meine mitstudenten schaffen, manche ohne jemals was zu leisten. Mein vater kennt jemanden der jemanden kennt- diese geschichte halt. Oft gehoert in letzter zeit, da viele unterhaltungen mit studenten gefuehrt wurden, die im schoenen monat mai ihr studium abschliessen werden.

Tja und da sitzt man nun und fragt sich, verwirrt und zweifelnd, ob die arbeit die man bisher geleistet hat um genauso weit zu kommen, umsonst war. Begleitet von den ramones, die im hintergrund i know i dont know why, ohh i dont know why droehnen, senkt man den kopf und wuenscht sich nicht gegenueber fetten amerikanern seine mittagspause verbringen zu muessen.

Mahlzeit
markus

Monday, April 04, 2005

latest artistic influences

roger sanchez live at crobar new york
american museum of natural history
albert sassmann plays wittgenstein live at the austrian cultural forum
play without words at BAM Brooklyn
ray lamontagne live at webster hall new york

nachsehen und geniessen

markus

new sources of inspiration

ich finde mich immer mehr den visuellen eindruecken der stadt ausgesetzt- eigentlich schon eine leichte form an paranoia die ich da entwickle. wie auch immer hat mein wohnungskollege dazu beigetragen dieses gefuehl noch zu verstaerken und zwar dadurch, dass er mir ein street art buch gezeigt hat- the art of rebellion heisst das.

mehr noch als der titel darauf schliessen laesst, handelt es sich dabei um menschen, die oeffentlichkeit als medium dazu nutzen ihre kunst zu verbreiten. der reiz dabei ist nicht nur, dass sich der mensch an sich nicht davon entziehen kann, nein, es ist eine form des illegalen kunstumtriebes, die mehr als reizvoll zu schein seint.

es laesst mich nicht los, kann ich nur sqagen und ich entdecke immer neues, faszinierendes in dem oben genannten buch. deshalb- der herr befindet sich gerade im begriff sich eine neue identitaet zu erarbeiten und damit sein unwesen in der dunkelheit und weite der stadt zu treiben.

man wird sehen lieber leser wohin mich das ganze fuehrt- es wird bildlich festgehalten werden- das steht fest.

um einen eindruck davon zu bekommen, worum es geht, hier ein paar namen zum nachgoogeln

wkinteract
zevs
swoon
the london police
seven nine
senor b
cisma
burncrewel tono

viel spass

markus

another one from wkinteract Posted by Hello

new york street art at its finest Posted by Hello

spitting lyrics

nun ist der raecher erwacht. er ist auf seinem rachefeldzug, schlaegt jedem den kopf ab, der seinen weg kreuzt.

ich bin immer hoeflich, hab vor jedem respekt, den ich nicht kenne. bin ruhig und bescheiden und versuche nett zu sein, denn ich denke es gibt schon zuviel kaelte hass und negativitaet, wozu dann noch mehr davon singen, es ist schon schwer trotz alle dem- den krisen und miesen bedingungen im leben- aufrecht zu bleiben. ich hab liebe und frieden und versuche auch es zu teilen. meine philosophie ist, alles kommt eines tages zurueck. dein charakter bestimmt dein schicksal- und ich wart auf mein glueck.

amtrak auf dem weg von montclair nach new york...azad- zahltag, so heisst das zitierte musikstueck

markus