er sitzt 2 reihen vor mir im marketing kurs, ist immer 20 minuten frueher da als ich und regelmaessig in ein buch vertieft. auf grund seines auesseren wuerde man die falschen schluesse ziehen, beschaeftigte man sich nicht mit der person an sich...hier eine kleine beschreibung
1.70 gross
120 kilo
lange haare
taetowierte oberarme (including biohazard und flames)
baggy pants und hooded sweaters
sein gesicht fahl und immer suchend
jetzt bitte kurz zuruecklehen und sich diesen menschen ins gedaechtnis rufen, in eine schublade einordnen, die schublade zumachen und einfach hinnehmen, dass dieser mensch nicht das ist, was er repraesentiert. es ist naemlich ein professioneller gambler- mit dem ich gestern ein sehr interessantes gespraech fuehren und eine zigarette rauchen durfte.
auf grund seiner gewaehlten ausdrucksweise und den aeusserst spannenden stories aus atlantic city hat er mich mehr als begeistert. er bestreitet seinen lebensunterhalt als student naemlich vollstaendig mit spielen. jedes wochenende zockt er, seiner aussage nach, mit anfaengern und nimmt ihnen soviel geld als moeglich ab. manchmal, unter ganz besonderen liqiden umstaenden, faehrt er dann auf turniere und zockt ums grosse geld. letztes wochenende hat er 12.000 dollar gemacht- ruffly wie er sagt, weil so genau weiss er das auch nicht. jedenfalls stehe ich erstaunt vor ihm und glaube ihm...jedes wort. weil er das so gelassen und selbstverstaendlich erzaehlt, dass es wirklich den eindruck macht, er praktiziert diesen lebensstil.
nach einer kurzen zeit kommt dann einer seiner freunde dazu- auch ein spieler- der mehr ein schatten seiner selbst als etwas anderes ist. si beginnen ueber das wochenende zu reden. ueber singles, one handed lay downs und ich...steige aus.
die zigarette ins campusgras geschnippt, mich verabschiedet und wieder einmal- erstaunt
markus
Friday, March 25, 2005
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