Saturday, January 29, 2005

hickl meets capitalism

getrieben von neugier und wissensdurst setzte ich mich gestern das erste mal unter tags der energie und verruecktheit new york's aus. nichts ahnend und voll vorfreude stiegich also in den zug , um am ende einer sehr kurzen und angenehmen reise in nyc penn station anzukommen. was mich da erwartete, laesst sich mit den worten eines so einfachen mannes, wie ich es bin, kaum beschreiben. menschenmassen schlaengeln sich durch den untergrund, schwarze predigen mitten am bahnsteig, weisse mokkieren sich darueber und mir- gefaellts. ein guter einstieg also, in die verruecktheit dieser grossstadt. nach einer sekunde des sammelns und orientierens tauchte ich aus dem untergrund in die weite der stadt ein, wie ein mensch, der just in diesem moment neu geboren werden will. zu meiner linken der madison square garden und vor mir eine wueste aus beton, stahl, flat screen television und konsum- ich war da- am kern des konsums. erschreckend und fesselnd zugleich kann man beobachten, wie menschen so zu tun pflegen, als haetten sie keine zeit und sie dem durchaus woertlich zu nehmendem lauf ihres lebens folgen. ich inmitten dessen kam mir vor wie das zentrum der zeit, wie die zeitlupentaste auf der fernbedienung...

bewusst stressfrei und ruhig versuchte ich gegen den strom an menschen, der mir da entgegenhastete entgegenzutreten- mit erfolg, wie mir zu schein seint. runter zum times square also- lichter, menschen, autos, energie. alles in sekunden- die eindruecke prasselten nur so auf mich ein- was nun. nach einem kurzen moment des reflektierens sann ich nach einem zentrum der entspannung, einem platz, der augenscheinlich nicht von wahnsinnigen bevoelkert sein sollte. ich machte mich also auf den weg ins museum- ins metropolitan museum of modern arts, um genau zu sein. rein in die u bahn- green line richtung bronx- umsteigen- 68th street, 5th avenue. der teuerste platz in new york wie mir gesagt wurde. und genau so wie ich es erwartet habe, war es auch- still, weil in der naehe des central parks, nobel, weil viele louis vuitton taschen und spannend- fuer mich.

also die 5th avenue runter, vorbei an menschen, maschinen und museen, hin zu dem einzigartigen, dem wahren museum. der eintritt faellt dort so hoch aus, wie es einem gerade lustet- das heisst man zahlt 50 cent oder 50 dollar- je nach belieben. meinem studentischen dasein zuliebe hielt ich es sehr sparsam. ich war ueberwaeltigt von der groesse und vielfalt dieser kunsthochburg muss man fast schon sagen. ich fuer mich habe zu dem zeitpunkt beschlossen, mich dem modern arts teil zu widmen, in dem ich schlussendlich auch 2 stunden verbrachte- oder waren es 5- man weiss es nicht mehr so genau. vorbei an matisse, picasso hin zu den wirklich modernen- francis bacon, charles biederman und agnes mertin- ein genuss in acryl, respektive... was auch immer- es war alles da.

nach einem kurzen moment der rast und ruhe pflog ich es wieder guenstig zu halten und mit u - und eisenbahn in mein domizil zurueckzukehren. ein ort der ruhe...bei weitem nicht. sofort wurde ich eingeladen- und zwar zu einem recital- ein spanischer tenor und seine russische musikalische begleiterin gaben sanfte klassische klaenge von sich- ich konnte nicht wiederstehen, trotz meiner aufkeimenden muedigkeit. also hin und geniessen- kunst ohne finanziellen aufwand meinerseits war das- ich war ja eingeladen...

somit beging ich meinen ersten tag in der city mit kunst und kultur- ein guter anfang, wie ich meine. und ich komme wieder...soviel steht fest.

2 comments:

philipp giselbrecht said...

hallo mein lieber herr hickl,

schön, dass du dir auch einen blog eingerichtet hast, es liest sich sehr angenehm und in der sprache meine ich die person zu erkennen, die ich so sehr mag.

wie auch ich, so musstest auch du, bald nach den ersten eindrücken der stadt, dich an einen ort der ruhe und entspannung begeben. das kenne ich gut von mir. je älter ich werde desto mehr muss ich mich zurückziehen, nachdem ich die ersten atemzüge der neuheit genossen habe. es ist schwierig im ersten moment alles gleich für sich interpretieren zu wollen und sich nicht von einer neuen situation generell überrollen zu lassen. mein erster ausflug in bangkok endete nach zwei Stunden in der Innenstadt, es war einfach zu viel.

mit dem kollegen scherbinek war auch ich heute im museum. dem national museum. es ist das größte in ganz asien. insgesamt kann man durch mehr als 15 gebäude flanieren. natürlich hat jedes häuschen auch wieder ein eigenes thema. somit kann man einen ganzen tag dort verbringen.

noch etwas zum bloggen. es macht wahnsinnig viel spass, das viele, was man erlebt hat weiter zu geben. zudem meine ich, dass man erstens einen bezug zur deutschen sprache (sic!) bewahrt und zweitens in schriftlicher form kommunizieren kann.

ob es da viele leser gibt oder nicht. das ist letztlich gar nicht so entscheidend.

mach weiter, in mir hast du einen interessierten leser gefunden.

philipp

philipp giselbrecht said...

herr hickl, was ist da los?

ich will vollständig informiert werden. alles dreckige, schmutzige, bitte hier. und zwar täglich frisch verpackt. wo sind die pimps, was machen die bitches, what about the booz, where are self-sacrifice and idealism up to heaven.

wo ist die eigene verlorenheit? wie steht es mit dem eigenen untergang? ich will alle schatten. sowie alle höhen. jeder hedonismus, jeder euphemismus ist mehr als angebracht. jedes mokieren zutiefst erwünscht.

just, post! i claim for current ness of hot newz!

da big gee